Wechseljahre beim Mann – Bist Du betroffen? An diesen Symptomen erkennst Du es!

Den Begriff Wechseljahre kennen wir alle im Zusammenhang mit Frauen. Tatsächlich können jedoch auch Wechseljahre beim Mann vorkommen. Nur wenige wissen es, denn es kommt nicht allzu häufig vor. Nichtsdestotrotz ist ungefähr jeder zehnte Mann von der Hormonumstellung betroffen, die sich durch ähnliche Anzeichen, wie bei der Frau, bemerkbar macht. Im Alter kommt es zu einer verminderten Produktion der Sexualhormons Testosteron. Dadurch kommt es im Körper zu einigen Veränderungen. Während die meisten Männer davon nicht viel bemerken, trifft es andere dafür umso stärker. Die Wechseljahre beim Mann werden unter anderem auch Andropause genannt (angeglichen an die Menopause bei Frauen).

Die Wechseljahre beim Mann

Symptome für Wechseljahre beim Mann – Diese Beschwerden können auftreten

Männliche Wechseljahre können sich anhand von diversen Symptomen äußern. Dabei kommt es nur selten vor, dass ein Mann von allen Symptomen betroffen ist. Meistens äußern sich die Wechseljahre durch einige wenige der unten aufgeführten Beschwerden. Diese können für den Mann jedoch sehr belastend und unangenehm sein.

  • Erektionsprobleme
  • Verringerte Libido (sexuelle Lust)
  • Zunahme des Bauchfetts
  • Rückgang der Muskeln
  • Verminderte Kraft
  • Knochen- und Gelenkbeschwerden
  • Erhöhtes Knochenbruchrisiko
  • Leichte Rückbildung der Genitalien
  • Trockene Haut
  • Nachlassende Spannkraft der Haut
  • Barthaare wachsen langsamer
  • Konzentrationsmangel
  • Leistungsabfall
  • Depressionen

Ab welchem Alter können die Beschwerden auftreten?

Dies ist von Mann zu Mann unterschiedlich. Während einige Männer von den Veränderungen nichts mitbekommen, haben andere mit diversen Beschwerden zu kämpfen. Grundsätzlich kannst Du jedoch ab dem 45. Lebensjahr damit rechnen, dass typische Wechseljahresbeschwerden auftreten können. Je älter Du bist, desto intensiver können die Beschwerden ausfallen.

Du bist betroffen? Lasse Dich von einem Arzt untersuchen!

Falls Du den Verdacht hast, dass Du von den Wechseljahren beim Mann betroffen bist, so solltest Du Dich möglichst an einen Arzt wenden. Einfach Abwarten und Tee trinken bringt in dem Fall nichts. Du musst tätig werden, um die Symptome in Schach zu halten und ihnen möglichst schnell entgegenwirken zu können. So kannst Du eine möglichst beschwerdefreie Zeit sicherstellen, auch wenn Du Dich mitten in einer Hormonumstellung befindest.

So sehen die Wechseljahre oder auch Andropause genannt beim Mann ausDer Arzt wird zunächst prüfen, ob körperliche Ursachen für Deine Beschwerden verantwortlich sind. Eine Hormonspiegelbestimmung kann außerdem zutage bringen, wenn Du unter einem Hormonmangel leidest. Bestätigt sich Letzteres, kann der Arzt Dir eine Hormontherapie verschreiben. Diese ist möglich in Form von Tabletten, einer Injektion oder in Form von Pflastern. Dadurch dürften sich die Beschwerden mindern. Da die Gabe männlicher Sexualhormone jedoch die Vergrößerung eines Prostatakarzinoms zur Folge haben kann, muss die Hormontherapie stets unter Beobachtung bleiben. Testosteron löst diesen Krebs zwar nicht aus, kann jedoch zu seinem Wachstum beitragen. Umso wichtiger ist es, dass Du die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen wahrnimmst.

Auch potenzsteigernde Mittel können vom Arzt verordnet werden, falls es Erektionsprobleme gibt, die ein erfülltes Sexualleben unmöglich machen. Bedenke hierbei jedoch: Potenzsteigernde Mittel sollten stets vom Arzt verschrieben sein. Versuche bitte nicht, Mittel dieser Art auf eigene Faust zu besorgen. Die Präparate haben viele Nebenwirkungen, die Dir schnell auf die Gesundheit schlagen können. Eine Einnahme sollte deshalb nur mit vorheriger Absegnung durch den Arzt erfolgen.

So kannst Du den Wechseljahren beim Mann vorbeugen

Die eigene Lebensführung hat einen großen Einfluss auf die Hormonproduktion. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass Männer die gesund leben, viel Sport treiben, viel Sex haben und regelmäßig Stress abbauen können, einen deutlich höheren Testosteronspiegel haben, als Männer, die einen ungesunden Lebensstil pflegen. Du kannst also einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass die Wechseljahre beim Mann Dich nicht treffen. Allerdings nützt es nichts den gesunden Lebensstil erst im Alter einzuführen. Wer ein ganzes Leben lang ungesund gelebt hat und erst im Alter ein höheres Maß an Gesundheitsbewusstsein an den Tag legt, wird nicht ganz so viel bewirken können, wie jemand, der sein ganzes Leben lang viel Wert auf einen ausgewogenen Lebensstil gelegt hat. Je länger Du bereits gesund lebst, desto bessere Chancen hast Du darauf, recht lange Hormone zu produzieren.

Wie wirken sich die Wechseljahre beim Mann auf die Partnerschaft aus?

Es ist ganz normal, dass die Wechseljahre Veränderungen mit sich bringen. Besonders stark betroffen ist die Partnerschaft. Je besser Du darauf vorbereitet bist und Dich mit dem Thema auseinandersetzt, desto einfacher ist es, mit der neuen Situation zu leben. Folgende Tipps helfen weiter:

  • Informiere Dich vorab über die Veränderungen, die die Wechseljahre beim Mann mit sich bringen.
  • Spreche mit Deiner Partnerin über die Beschwerden, die die Wechseljahre mit sich bringen.
  • Mache Deiner Partnerin deutlich, dass sie Dein verändertes Verhalten nicht auf sich beziehen soll.
  • Konzentriere Dich beim Sex auf den Spaß und nicht auf der Leistungsaspekt.
  • Suche Dir psychotherapeutische Unterstützung, falls Du unter Ängsten oder Depression leidest.

Viele der Symptome, die mit den Wechseljahren einhergehen, wird Deine Partnerin vermutlich selbst kennen, falls sie sich ebenfalls in den Wechseljahren befindet. Wahrscheinlich wird sie deshalb äußerst verständnisvoll reagieren können. Ist Deine Partnerin deutlich jünger und noch weit von den Wechseljahren entfernt, helfen Dir die oben genannten Tipps weiter, um Problemen in der Partnerschaft aus dem Weg zu gehen.

Erektionsstörungen sind nicht zwangsläufig mit Wechseljahren verbunden

Auch wenn Erektionsstörungen ein Symptom für die Wechseljahre beim Mann sind, so muss es nicht zwangsläufig bedeuten, dass Du Dich in den Wechseljahren befindest, wenn Du Potenzprobleme hast. Es gibt viele mögliche Ursachen für Erektionsstörungen. Neben organischen Ursachen, kann es auch psychische Gründe dafür geben oder aber schlicht und ergreifend ein hohes Alter.

Organische Gründe können auf Durchblutungsstörungen, Verletzungen der Nervenbahnen oder auf Medikamente zurückzuführen sein. Beeinträchtigungen, die auf die Psyche zurückgehen, können in Depressionen, Problemen in der Partnerschaft oder in Ängsten begründet sein.

Es ist sehr wichtig, dass Du Dich an einen Arzt wendest, damit die Ursache herausgefunden werden kann und auf dieser Basis eine Behandlung erfolgt. Bleiben Potenzprobleme über eine lange Zeit unbehandelt, so wirkt sich dies natürlich auf das Sexualleben aus und es ist für den Betroffenen sehr belastend. Im schlimmsten Fall kann es sogar dazu führen, dass eine Depression entsteht. Lass es nicht soweit kommen und hole Dir schnellstmöglich Hilfe. Denn Fakt ist: In Deutschland leiden sehr viele Männer unter Erektionsstörungen. Nur ein Teil davon ist auf die Wechseljahre beim Mann zurückzuführen. Du bist mit Deinem Problem also nicht allein, ganz egal, welche Ursache für Deine Impotenz verantwortlich ist.

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Aleksandre Guram
Autor bei potenzdoktor.de
Aleksandre Guram begann sein Medizinstudium an der Tbilisi State Medical University, brach dieses jedoch früh ab. Dennoch begeistert von Medizin, Gesundheit und Sport begann er zu schreiben. Blogs, Editorials, Analysen, Testberichte zu Supplements. Er fand seine Passion im Autor-Dasein, nicht zuletzt, weil ihm dies ein standortunabhängiges Arbeiten ermöglicht.


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