Molluscum Contagiosum

Bei Molluscum Contagiosum handelt es sich um eine gutartige Hauterkrankung, die jedoch hoch ansteckend ist. Hauptsächlich tritt diese Erkrankung bei Immunsupprimenten und Kindern auf. Molluscum Contagiosum wird alternativ auch als Mollusca contagiosa oder Mollusken bezeichnet. Gebräuchlicher sind Dir vielleicht die Begriffe der Dellwarzen und Flugwarzen. Eine ständiger, lästiger Juckreiz dient als typischer Vorbote. Zudem werden zahlreiche hervorstehende rote Punkte mit zentraler Vertiefung sichtbar. Es handelt sich um einen DNA-Virus aus der Familie der Pockenviren. In den meisten Fällen verschwinden die Warzen innerhalb einiger Monate bis Jahre von allein. Deshalb ist eine sofortige Behandlung nicht zwingend erforderlich. Du kannst die Molluscum Contagiosum Warzen mit den üblichen pysikalischen Methoden oder handelsüblichen Warzenmitteln entfernen.

Diagnose Geschlechtskrankheit, was tun

Molluscum Contagiosum- Symptome

Diese Infektionskrankheit ist viral und gutartig.Betroffen sind dabei die Haut sowie die Schleimhaut. Solche Dellwarzen können in einer großen Häufigkeit bei den Patienten auftreten. Eine Anzahl von etwa 20 Flugwarzen ist keine Seltenheit. In Einzelfällen und bei so genannten Immunsupprimenten sind sogar etwa 100 Warzen möglich. Diese haben eine runde oder kugelförmige Optik. Die Farbe bewegt sich zwischen hautfarbig, rötlich bis zu einem weißlichen Aussehen. Meist siehst Du einen schwammigen Kern mit zentraler Vertiefung. Die Warzen lassen sich ausdrücken, was jedoch nicht zu empfehlen ist. Um die Warzen herum bildet sich eine starke Rötung und es kann ein Ekzem entstehen.

Auftreten der Molluscum Contagiosum Warzen

Die Größe der Warzen liegt etwa bei einem Millimeter bis einem Zentimeter. Nach der Übertragung vergehen wenige Wochen, bis sie sich schließlich ausdehnen. Ein Schmerzgefühl ist nicht zu erwarten, dafür wird ein ständiger lästiger Juckreiz verursacht. In Ausnahmefällen können die Warzen auch im Mund oder auf der Bindehaut auftreten. Molluscum Contagiosum ist ebenso wie Feigwarzen oder Genitalwarzen sexuell übertragbar. In diesem Fall kommen die Hautausstülpungen im Genitalbereich oder Analbereich vor. Meist handelt es sich um eine Infektionsdauer von sechs bis neun Monaten. Aber vereinzelt ist eine Zeit von mehreren Jahren möglich. Immunsupprimenten haben mit einem schwereren Verlauf zu rechnen, wobei eine schlechtere Spontanheilung der Fall ist.

Molluscum Contagiosum – Ursachen

Auslöser dieser Dellwarzen ist der Molluscum Contagiosum-Virus oder auch als Molluscipoxvirus bezeichnet. MCV hat eine doppelsträngige DNA und stammt aus der Familie der Poxviridae (Pockenviren). Das Virus tritt in den verschiedensten Genotypen auf. Du musst also davon ausgehen, dass diese Erkrankung überall auf der Welt zu finden ist. Männer und Frauen können gleichermaßen betroffen sein. Oftmals findet die Ansteckung durch sexuelle Kontakte statt. Ungeschützter Geschlechtsverkehr ist also eine der Hauptursachen für Molluscum Contagiosum. Wie auch bei Gonorrhoe oder Chlamydien solltest Du deshalb niemals auf geschützten Geschlechtsverkehr durch ein Kondom verzichten. Das vermehrte Virus bewirkt abnorme Zellbildungen auf der Epidermis.

Molluscum Contagiosum – Übertragung

Bei Molluscum Contagiosum handelt es sich um eine absolut ansteckende Infektion. Die Übertragung kann auf zweierlei Möglichkeiten erfolgen. Zum einen steckst Du Dich durch direkten Hautkontakt mit einer infizierten Person an. Ebenso ist die Übertragung auch durch kontaminierte Gegenstände möglich. Eine Ansteckung ist auch an anderen Stellen möglich. Aufgrund dieser extrem hohen Ansteckung ist meist mit der Weitergabe der Warzen an Freunde, Familie oder Bekannte möglich. Du solltest also absolut vorsichtig agieren und eine extreme Hygiene ist erforderlich. Eine strikte Trennung von benutzten Pflegemitteln ist unverzichtbar. Teile niemals Dein Handtuch oder den Waschlappen mit einem betroffenen Patienten.

Riskofaktoren bei Molluscum Contagiosum

Oftmals sind Kinder ab einem Alter von zwei Jahren betroffen. Ebenfalls zählen Schulkinder, HIV Infizierte und Immunsupprimente zu den Risikogruppen. Am meisten kommt Molluscum Contagiosum in feucht-warmen oder tropischen Klimaregionen vor. Gemeinsames Schwimmen oder Baden stellt ein großes Risiko dar. Schwimmbäder stellen deshalb ein großes Problem dar. Die Ansteckung ist dabei häufig verbreitet. Aber auch Sportarten mit engem Körperkontakt begünstigen die Verbreitung von Dellwarzen. Weitere Risikofaktoren könnten zum Beispiel sein: Enger Körperkontakt, ständig wechselnde Partner, sexueller Missbrauch, Inanspruchnahme erotischer Dienstleistungen. Daneben gelten atopische Dermatitis und Immunsuppressiva als Voraussetzung für eine mögliche Erkrankung an Molluscum Contagiosum.

Molluscum Contagiosum – Komplikationen

Lokale Hauterkrankungen wie Ekzeme oder Abszesse und Narbenbildung gehören durch die Behandlung zu den möglichen Komplikationen. Dabei muss es sich nicht zwingend um eine bakterielle Infektion handeln. Oftmals führt die natürliche Immunreaktion gegen das Molluscum Contagiosum-Virus zu einem Abszess. Das eigentliche Problem ist kosmetisch und daraus ergeben psychosozial. Das optische Erscheinungsbild wird stark beeinträchtigt, so dass oftmals Scham oder ein Ekelgefühl einher gehen.

Diagnose von Molluscum Contagiosum

Damit Molluscum Contagiosum genau diagnostiziert werden kann, ist eine ärztliche Untersuchung erforderlich. So können andere Erkrankungen wie Windpocken, Herpes oder Condyloma accuminata ausgeschlossen werden. Manche Erkrankungen ähneln stark und mögliche Verwechslungen könnten denkbar sein. Befrage deshalb Deinen Arzt und nimm erste Anzeichen war. Eine genaue Schilderung des bisherigen Krankheitsverlaufs mit Berücksichtigung der Lebensumstände ist nur zu Deinem eigenen Vorteil. Ehrliche und klare Worte sollten deshalb selbstverständlich sein.

Molluscum Contagiosum – Vorbeugung

Vorbeugende Maßnahmen sind sehr wichtig. Bereits vor dem Auftreten der Molluscum Contagiosum solltest Du entsprechend agieren und eine Ansteckung vermeiden. Hygienische Maßnahmen sind deshalb unverzichtbar. Vermeide gemeinsames Baden und benutze separate Handtücher. Enger Körperkontakt ist nicht ratsam. Auch bei Freunden oder Bekannten sollte deshalb ein gewisser Abstand eingehalten werden. Wechselnde Sexualpartner erhöhen das Risiko einer Ansteckung. Solltest Du Dich dagegen in einer streng monogamen und festen Beziehung befinden, wirst Du weitaus weniger von Molluscum Contagiosum betroffen sein. Dennoch solltest Du beim Geschlechtsverkehr Kondome benutzen. Eine absolute Absicherung gibt es natürlich nicht. Eine Ansteckung ist zu jeder Zeit möglich. Aber die Wahrscheinlichkeit kannst Du mit diesen Tipps entscheidend reduzieren.

Behandlung von Molluscum Contagiosum

Zum einen kannst Du darauf vertrauen, dass die Erkrankung selbstlimitiert ist. Das bedeutet, dass die Symptome nach einigen Monaten bis Jahren von allein zurück gehen. Wann genau dieser Zeitpunkt eintritt, kann allerdings nicht genau angegeben werden. Das Abwarten sollte auf jeden Fall unter ärztlicher Beobachtung geschehen. In den meisten Fällen wünschen sich die Patienten jedoch eine Behandlung. Schon aus kosmetischer Sicht ist der Anlass dafür gegeben.Was ist Molluscum Contagiosum, wir klären auf.

Molluscum Contagiosum – Therapie

Durch physikalische Methoden ist eine Entfernung der Warzen möglichen. Diesen Part sollte im Idealfall der Arzt übernehmen. Dabei werden Küretten, Nadeln oder Skalpelle benötigt und die Warzen werden beschnitten der ausgequetscht. Ein eigenständiges Handeln dieser Methoden solltest Du nicht erwägen. Überlasse stattdessen diesen Part dem Fachmann. Ansonsten könnte es zu Narben, lokalen Reizungen oder starken Schmerzen kommen. Kindern wird oftmals ein Lokalanästhetikum verabreicht, damit die Schmerzen unterdrückt werden.

Es ist wichtig, dass die Wunde nach der erfolgten Behandlung desinfiziert wird. Aber auch eine Laserbehandlung oder Tape-Stripping können Möglichkeiten zur Entfernung der Warzen sein. Du solltest bedenken, dass Rückfälle immer möglich sein können. Durch die lange und nicht genau definierte Inkubationszeit kann eine erneute Erkrankung nach mehreren Monaten auftreten. Bei einer Hauterkrankung und gebildeten Abszessen wird eine separate Behandlung notwendig.

Molluscum Contagiosum – Medikamentöse Behandlung

Die üblichen erhältlichen Warzenmittel werden bei der medikamentösen Behandlung von Molluscum Contagiosum eingesetzt. Auch zur Behandlung anderer Warzen können diese Medikamente verwendet werden. Die Wirksamkeit kann nicht exakt definiert werden. Das bedeutet, es kann sich eine Wirksamkeit einstellen, muss aber nicht zwingend sein.Ätzmittel, Reizmittel Immunmodulatoren und Zytostatika können zur Behandlung benutzt werden. Die Effektivität kann aber ebenso hoch oder gering sein, wie es bei einer nicht medikamentösen Behandlung ist. Die Warzen können durch bestimmte Ätzmittel und Keratolytika aufgelöst werden.

Dazu zählen zum Beispiel Eisessig, Milchsäure, Salicylsäure und Natriumhydroxid. Die Verwendung erfolgt äußerlich und die Warzen werden in den meisten Fällen nach einer gewissen Zeit verschwinden.Ebenso könnte es sein, dass eine entzündliche Immunreaktion auftritt. Die Haut wird stark belastet und Stressreaktionen sind oftmals eine Folgeerscheinung. Deshalb dürfen Ätzmittel niemals auf die gesunde Haut gelangen. Durch ein Pflaster oder entsprechende Salben können diese gefährdeten Hautstellen geschützt werden.

Hausmittel gegen Molluscum Contagiosum

Neben ärztlichen Medikamenten und Ätzmitteln kann die Volks- und Alternativmedizin zum Einsatz kommen. Auch in diesem Fall ist die Wirksamkeit nicht absolut gewährleistet. Aber Du kannst probieren und wirst sehen, ob sich eine Linderung der Symptome einstellt. Der frische Milchsaft von Schöllkraut wird oftmals gegen Warzen eingesetzt. Ebenso gelten Zwiebeln und Knoblauch als Heilmittel gegen einen Warzenbefall. Jeder Körper reagiert anders und das Immunsystem ist natürlich immer besonders entscheidend. Eventuell hilft auch die innerere Überzeugung zu den jeweiligen Hausmitteln. Gegen folgende Geschlechtskrankheiten sind ebenfalls Hausmittel wirksam: CMV, Zytomegalie, Filzläuse, Bakterielle Vaginose, Trichomaniasis

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Aleksandre Guram
Autor bei potenzdoktor.de
Aleksandre Guram begann sein Medizinstudium an der Tbilisi State Medical University, brach dieses jedoch früh ab. Dennoch begeistert von Medizin, Gesundheit und Sport begann er zu schreiben. Blogs, Editorials, Analysen, Testberichte zu Supplements. Er fand seine Passion im Autor-Dasein, nicht zuletzt, weil ihm dies ein standortunabhängiges Arbeiten ermöglicht.


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