Testosteron bei Frauen – so wichtig wie bei Männern

Als Testosteron bezeichnet man das wichtigste männliche Sexualhormon (Androgen). Doch nicht nur Männer haben Testosteron im Blut, sondern auch Frauen (verglichen mit Männern allerdings nur etwa ein Zehntel). Ohne dieses Hormon könnten wichtige Körperfunktionen nicht mehr ausgeführt werden, weswegen zum Teil auch Frauen über das Testosteron steigern nachdenken müssen, sofern Mängel bestehen.

Wie wichtig Testosteron bei Frauen ist und wann Mangel- und Überschuss vorliegen, ist gut zu wissen.

Was bedeutet Testosteron für Frauen?

Das männliche Geschlechtshormon wird bei Frauen zu 90% in den Eierstöcken und zu 10% in der Nebennierenrinde hergestellt. Um zu seinen Bestimmungsorten im Körper, den entsprechenden Testosteron Rezeptoren der Zellen, zu gelangen, bindet es an bestimmte Transporteiweiße wie Albumin und Globulin (SHBG).

Im Blut ist das Testosteron außer in dieser gebundenen Form auch noch als freies Testosteron vorhanden. Die Konzentration beider Hormone bestimmt die Höhe des Gesamt-Testosteron-Spiegels. Je weniger Transport-Proteine vorhanden sind, etwa durch eine Synthese-Störung, desto niedriger ist auch der Anteil an gebundenem Androgen. Das freie Testosteron hat einen Anteil von 2 bis 3% am Gesamt-Testosteron-Spiegel.

Lebensalter, Tageszeit, Stimmung und der weibliche Zyklus haben Einfluss auf das Testosteron bei Frauen. Etwa ab dem 20. Lebensjahr sinkt die Testosteron-Konzentration im weiblichen Körper. Mit dem Einsetzen der Menopause kommt es kurzfristig zu einem starken Testosteron-Anstieg, der von einem Testosteron-Mangel gefolgt wird. Allerdings sinkt der Wert nicht drastisch ab, wie man vermuten könnte.

Bei deinem Arzt kannst du erfahren, welches Testosteron für Frauen noch normal ist und ab welchem Wert ein Testosteron-Mangel oder Überschuss vorliegt. Das kann er in einer Blutuntersuchung feststellen.

Was bewirkt Testosteron bei Frauen?

Testosteron übernimmt auch im weiblichen Körper eine Vielzahl von Funktionen. In der Pubertät lässt es Achsel und Schamhaare wachsen. Es steuert beispielsweise den Zucker und Fettstoffwechsel, indem es hilft, Körperfett zu reduzieren. Es fördert den Cholesterin-Abbau und unterstützt den Aufbau von Muskelgewebe und Muskelmasse (anabole Wirkung). Damit nimmt auch zugleich die Körperkraft zu. Das geschieht über die Steuerung des Eiweißstoffwechsels. Mithilfe des männlichen Geschlechtshormons nimmt die Knochen-Dichte im weiblichen Körper zu. Damit senkt es das Osteoporose-Risiko.

Darüber hinaus hat es Einfluss auf Gebärmutterschleimhaut und Brustgewebe. Testosteron steigert den Geschlechtstrieb und die Freude am Sex, ein natürliches Aphrodisiakum. Es erhöht die Antriebskraft und macht vitaler. Es wirkt Depressionen entgegen und stimuliert aggressivere Verhaltensmuster. Außerdem steigert es die Denkfähigkeit und regt die Produktion roter Blutkörperchen an. Testosteron wird darüber hinaus zur Herstellung des weiblichen Sexualhormons Östradiol benötigt.

Testosteronmangel bei Frauen – wie er entsteht und was er bewirkt

Das Testosteron bei Frauen senken bestimmte Erkrankungen wie beispielsweise Anorexia nervosa, Alkoholabhängigkeit, die Einnahme von Medikamenten („Pille“, Glukokortikoide etc.) und starker Stress. Der Testosteronmangel bei Frauen wird außerdem noch durch die Wechseljahre verursacht, da die Eierstöcke dann weniger Androgene produzieren. Testosteron bei Frauen senken auch ein zu niedriger SHBG Spiegel, Übergewicht, eine Schilddrüsen-Unterfunktion, Leberzirrhose, das Vorhandensein von zu viel Bauch-Fett, ein gestörter Fettstoffwechsel und Diabetes-Typ-2.

Folgen des Testosteronmangels bei Frauen können sein:

  • die Geschlechtsmerkmale werden in der Pubertät nicht ausgebildet
  • Antriebslosigkeit und Erschöpfung
  • depressive Verstimmungen
  • Reizbarkeit
  • Abbau von Muskelmasse (und Körperkraft)
  • Hitzewallungen
  • Osteoporose (meist nach der Menopause)
  • (zu) trockene Haut
  • Schlafstörungen
  • Gewichtszunahme/keine Gewichtsabnahme trotz Reduktionsdiät und Sport

Allerdings solltest du berücksichtigen, dass nicht alle Symptome vorhanden sein müssen, um den Testosteron Mangel bei dir zu diagnostizieren. Meist zeigen sich nur einige wenige und zudem noch unspezifische Anzeichen. Das ist auch der Grund, weshalb die Mangelerscheinung häufig erst relativ spät erkannt wird. So können beispielsweise depressive Verstimmungen auch ein Symptom einer anderen Erkrankung sein. Auch die belastenden seelischen Erschöpfungszustände können auf eine andere Grunderkrankung hindeuten.

Das Testosteron bei Frauen steigern bestimmte Medikamente, die dir der Arzt verschreibt. Das Testosteron bei Frauen erhöht eine Langzeit Verabreichung von männlichem Sexualhormon in Form von Salben, Gels, Tabletten und Zäpfchen. Das Testosteron bei Frauen erhöht auch eine Ernährungsumstellung und – als unterstützende Maßnahme – Krafttraining im Fitnessstudio. Falls deine Gebärmutter operativ entfernt wurde, empfiehlt sich das Testosteron bei Frauen Steigern ebenfalls. Dabei werden natürlich auch Östrogene zusätzlich zugeführt. Will man bei einer Frau mit einem Mangel Testosteron steigern, so passiert das Libido steigern oftmals automatisch mit.

Testosteronmangel bei Frauen führt zu großen Leiden.

Testosteronüberschuss bei Frauen

Ist das Testosteron bei Frauen erhöht, kann das auf natürliche Weise passiert sein, indem einfach zu viel davon in den Nebennieren und in den Eierstöcken produziert wurde. Auch das genetisch bedingte Adrenogenitale Syndrom, ein Nebennierenrinden-Tumor oder PCOS können zu viel Testosteron bei Frauen verursachen. Als PCOS (Polyzystisches Ovarialsyndrom) bezeichnet man eine Erkrankung, die bei Frauen im gebärfähigen Alter auftritt und zu ungewollter Kinderlosigkeit führt. Die Eierstöcke der betroffenen Frauen produzieren statt Eizellen zystenähnliche Bläschen.

Zu viel Testosteron bei Frauen zeigt sich beispielsweise in Symptomen wie:

  • zu starker Körper und Gesichtsbehaarung (Hirsutismus)
  • Kehlkopf-Vergrößerung
  • tieferer „männlicher“ Stimme
  • vergrößerter Klitoris
  • veränderten Körperproportionen
  • Akne
  • genetisch bedingtem Haarausfall
  • dickerer Haut
  • gesteigertem Geschlechtstrieb
  • aggressiverem Verhalten.

Falls du zu den von einem Testosteronüberschuss bei Frauen Betroffenen gehören solltest, kann dir dein Arzt Mittel verschreiben, die das Testosteron bei Frauen senken, damit du nicht mehr unter den seelisch belastenden Folgen leidest.

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