HIV im Fokus

HIV, diese drei Buchstaben kennt nahezu jeder Mensch. Den diese drei Buchstaben werden mit einer tödlichen Krankheit verbunden. Was ist HIV? Bei HIV handelt es sich um das Humanes Immundefizienz-Virus. Dieses Virus wird oft auch als Geschlechtskrankheit bezeichnet, was aber so nicht ganz richtig ist. Man darf es daher nicht mit einem Tripper, Chlamydien oder herpes genitalis verwechseln. Das sind nämlich tatsächliche Geschlechtskrankheiten. Der Grund für diese falsche Annahme ist einfach, es ist einer der möglichen Übertragungswege. So kann sich nämlich das HIV-Virus über den ungeschützten Geschlechtsverkehr ausbreiten. Wobei das nicht der ausschließliche Übertragungsweg gibt, dazu aber später noch mehr. Das Virus ist hierbei die Vorstufe zu Aids. Von Aids spricht man dann, wenn sich die Krankheit deutlich fortentwickelt hat und es zu Schädigungen kommt.

Übertragung von HIV durch Geschlechtverkehr

Pandemie durch HIV-Virus in der Welt

Ist das HIV-Virus im Körper, so schädigt dieses das Immunsystem. Diese Schädigung kann je nach Ausmaß zur Folge haben, dass sich der Körper gegen Bakterien, Viren oder Pilze nicht mehr wehren kann. Das kann dann zur Folge haben, dass es zu schweren Schädigungen der Organe kommt bis hin zu einem Organversagen und dem Tod. Kommt es zu schweren Schädigungen spricht man auch von Aids. Wie schlimm diese Krankheit ist, zeigen die Zahlen zum Virus. Erstmals in der Öffentlichkeit wahrgenommen wurde diese Krankheit in den 80 er Jahren.

Man hat damals aufgrund von rasant steigenden Ansteckungszahlen von einer Pandemie gesprochen. Bis heute hat sich an diesem Umstand, wenngleich es heute verschiedene Behandlungsmöglichkeiten gibt, nichts geändert. So hat man im Jahr 2014 geschätzt, dass rund 37 Millionen Menschen weltweit mit dem HIV-Virus infiziert sind. Unterschiede zwischen Mann und Frau, hat man hierbei kaum festgestellt. Neben den 37 Millionen Menschen die unter dieser Krankheit leiden, kommt es jährlich auch zu bis zu zwei Millionen neuen Ansteckungen mit HIV.

Jährlich sterben an einer HIV-Infektion bis zu 1.2 Millionen Menschen. Diese Zahlen geben einen Überblick über die weltweite Lage. In Deutschland leben ca. 85.000 Menschen mit HIV. Während man weltweit keine großen Unterschiede zwischen Mann und Frau feststellen kann, ist das in Deutschland anders. Von diesen ca. 85.000 Menschen sind in Anführungszeichen nur 15.200 Frauen darunter. Bei diesem deutlichen Unterschied vermutet man, dass es bei homosexuellen Männern aufgrund der Art vom Geschlechtsverkehr, ein deutlich höheres Risiko der Übertragung gibt. Insbesondere wenn dieser ungeschützt vollzogen wird. Jährlich kommen bis zu 3000 Neuansteckungen dazu. Seit den 80 er Jahren sind in Deutschland an HIV 28.000 Menschen gestorben, wie das Robert-Koch-Institut schätzt.

Diese Zahlen zeigen eindrucksvoll, wie gefährlich diese Krankheit sein kann. Das gilt insbesondere wenn sie gar nicht oder erst zu spät von einem Arzt behandelt wird. Die Krankheit zu erkennen ist hierbei gar nicht so einfach, weil sie sich nur schleichend durch stetig neue Infektionen und Beschwerden bemerkbar macht.

Es gibt keine Heilung vom HIV-Virus

Bei HIV muss man wissen, es gibt keine Heilung. Man kann aber durch die Einnahme von Medikamenten ein Fortschreiten der Krankheit aufhalten und damit auch die nächste Stufe, nämlich Aids verhindern. Die Medikamente die es hier zur Behandlung gibt, muss man in der Regel täglich und vor allem ein Leben lang einnehmen. Das Medikament erfüllt hierbei künstlich die Aufgaben vom Immunsystem, es sorgt durch seine Ausbreitung im Blut dafür, dass Viren, Bakterien und Pilze zu keinen Schädigungen führen.

Mit der Einnahme vom Medikament können je nach Mensch verschiedene Nebenwirkungen verbunden sein, die durchaus auf Dauer gesehen die Lebensqualität einschränken können. Letztlich sind aber Medikamente die einzige Möglichkeit, wie man eine Fortschreitung der Krankheit unterbinden kann.

Herkunft vom Virus und die Übertragungswege

Natürlich wird sich jetzt sicherlich der eine oder andere Leser fragen, woher kommt das HIV-Virus? Die Antwort hieraus ist einfach, wie Forschungen in Afrika gezeigt haben, stammt dieses Virus vom Affen und wurde auf den Menschen übertragen. Heute kann dieses Virus von Mensch zu Mensch übertragen werden. Es handelt sich also beim HIV-Virus um eine ansteckende Krankheit. Wobei es beim Übertragungsweg Einschränkungen gibt. So erfolgt diese ausschließlich über Körperflüssigkeiten wie Blut, wie Sperma und Vaginalsekret, aber auch über die Muttermilch. Körperflüssigkeiten wie Speichel, Schweiß oder Trännen reichen in der Regel für die Übertragung nicht aus.

Dafür ist die Konzentration vom Virus durch die geringe Menge an Flüssigkeit nicht ausreichend. Wie Forschungen gezeigt haben, ist unter den häufigsten Übertragungswegen der Geschlechtsverkehr. Kommt es hier durch den ungeschützten Geschlechtsverkehr zu einer blutenden Wunsche oder eine Berührung mit den Schleimhäuten, wie der Vaginal- oder der Analschleimhaut, so kann dieses zur Übertragung führen. Aus diesem Grund wird auch von vielen Verbänden und Ärzten nur ein mit Kohndom geschützter Geschlechtsverkehr empfohlen.

Ein weiterer Übertragungsweg von HIV können aber auch Drogen sein, insbesondere wenn man sich hier spritzt. Ist die Spritze unsauber, kann dieses für eine Übertragung vom Virus schon ausreichen. Dementsprechend vorsichtig muss auch der Umgang mit Spritzen von Ärzten durchgeführt werden.

Wie bereits schon erwähnt, kann sich das Virus auch über Blut ausbreiten. Durch das Blut gibt es noch einen zusätzlichen Weg der Übertragung, nämlich durch Bluttransfusionen im Krankenhaus. Wenngleich hier die Gefahr in Deutschland mittlerweile sehr gering sind, da alle Bluttransfusionen hinsichtlich möglicher Belastungen geprüft werden, genauso wie der Spender.HIV Behandlung - gibt es einen Ausweg

Oralverkehr und schnelles Handeln bei Verdachtsfall

Oft wird im Zusammenhang mit dem Oralverkehr ebenfalls eine Ansteckungsgefahr unterstellt. Das ist aber so nicht ganz richtig. Wenngleich auch im Mund sich Schleimhäute befinden, sind diese im Vergleich zur Varginal- und Analschleimhaut wesentlich robuster. Es kommt daher weniger zu Verletzungen. Eine Übertragung vom Virus kommt daher nur bei Aufnahme von Sperma oder Menstruationsblut und einer Beschädigung der Mundschleimhaut infrage. Kommt man mit einer der übertragenden Körperflüssigkeiten in Kontakt und besteht der Verdacht auf das HIV-Virus, so kann man innerhalb von einem sehr kurzen Zeitrahmen die Aufnahme von diesem Virus unterbinden.

Dieses zeitliche Rahmen beträgt 48 bis maximal 72 Stunden, in denen man durch eine postexpositionelle Prophylaxe (kurz PEP) dieses Virus noch verhindern kann. Wenngleich es dafür keine Garantie gibt. Bis man hier eine Erkrankung vollständig ausschließen oder bestätigen kann, können Wochen vergehen. Ob man am HIV-Virus erkrankt ist, kann man durch einen HIV-Test untersuchen lassen. Den HIV-Test kann mit Urin, mit Sperma, aber zum Beispiel auch mit Blut durchführen.

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