CMV oder auch Zytomegalie

Wahrscheinlich hast Du keine Ahnung, was eine CMV-Infektion ist. Auch wenn du dir das nicht vorstellen kannst: diese Erkrankung kommt häufiger vor, als Dir klar ist. Dieser Text wird Dich über diese nicht ganz so seltene Übertragungsinfektion aufklären und Dir alles Wichtige zu diesem Thema vermitteln.

Was ist CMW und welche Uraschen hat es

Was ist CMV?

CMV bedeutet eigentlich Zytomegalie. Das ist ähnlich wie Herpes auch eine Virusinfektion. Was kaum jemand weiß: CMV ist die häufigste Virusinfektion, die frühkindliche Schädigungen verursachen. Sie kommt sogar noch viel häufiger vor als die gängigen Viren wie Röteln und Toxoplasmose. Übertragen wird diese durch oralen oder genitalen Kontakt. Das heißt, wie bei den meisten anderen Geschlechtskrankheiten ist Sex ein häufiger Übertragungsweg. Ein Grund für die allgemeine Unscheinbarkeit könnte sein, dass die Erkrankung bei gesunden Menschen in aller Regel unbemerkt bleibt.

Besonders gefährdet und von Symptomen betroffen sind Babys, Kleinkinder, immungeschwächte sowie ältere Menschen. Das erklären wir Dir aber im Verlauf genauer. Du solltest CMV auf jeden Fall ernstnehmen. Denn eine Impfung oder gar Heilung gibt es nicht. Die Medizin forscht zwar in diese Richtung, ein Ergebnis steht jedoch noch aus. Eine weitere Möglichkeit sich zu infizieren ist über eine Mutter, die das Virus an ihr ungeborenes Kind überträgt.

Was tun bei einer Zytomegalie des Partners?

Wenn zum Beispiel Dein(e) Partner/Partnerin infiziert ist, musst Du dich natürlich schützen. Ein Kondom ist immer ein guter Weg zum Schutz vor jeglichen durch Geschlechtsverkehr übertragenen Krankheiten. Einen vollständigen Schutz kann aber auch das klassische Präservativ nicht bieten. Denn wie Du jetzt bereits weist, gibt es mehrere Wege sich anzustecken, da der Erreger in allen möglichen Körperflüssigkeiten enthalten ist. Eine weitere Möglichkeit ist, dass Du dich zusammen mit deinem Partner von einem Arzt beraten lässt.

CMV: Ursachen

Du fragst dich bestimmt, wie genau man sich mit CMV infiziert. Wie bereits erwähnt, handelt es sich dabei um eine Infektionskrankheit, die häufiger Weise durch Geschlechtsverkehr übertragen werden kann. Das ist in dem Fall die klassische Schmierinfektion, bei der der Erreger in den Körper über die Schleimhäute des Sexualpartners gelangen. Weitere andere Übertragungswege sind die Tröpfcheninfektionen (also durch einfache Küsse auf den Mund), Organtransplantationen und Bluttransfusionen.

Aber Du musst erstmal keine Panik haben. Denn zumindest Organe werden in aller Regel vor einer Transplantation untersucht. Diesbezüglich unterscheidet sich CMV kaum von HIV, Hepatitis A oder auch Chlamydien.

Es wird von Experten vermutet, dass das Zytomegalie-Virus in Europa circa bei 50 Prozent und in Entwicklungsländern bei mehr als 90 Prozent der Bevölkerung nachweisbar ist. Eine Zytomegalie-Infektion wird von normal gesunden Erwachsenen zumeist unbemerkt, da in den meisten Fällen nur weitläufige Symptome wie leichtes Fieber und Schwellungen der Lymphknoten auftreten. Ohne eine genaue Diagnose wissen die meisten Menschen nichts von der eigenen Erkrankung. Eine Feststellung ist aber auch für Mediziner nicht ganz einfach. Das birgt im Umkehrschluss auch die Gefahr, dass Du infiziert bist und Menschen unwissentlich anstecken kannst.

CMV: Symptome

Eine CMV-Erstinfektion verläuft überwiegend ohne Krankheitssymptome. In sehr vereinzelten Fällen kann CMV zu einer schweren Krankheitsreaktion des Körpers führen. Das Virus verbleibt, ähnlich wie der Herpes-Virus, dauerhaft im Körper und mehreren anderen Zellen wie der Leber, des Darms oder sogar im Auge. Ist die CMV-Infektion akut, können praktisch alle Organe betroffen sein. Es ist zum Beispiel möglich, dass sich bei einem Befall der Leber eine CMV-Hepatitis ausbildet. Um einem Ausbruch einer Infektion vorzubeugen empfiehlt man vor allem eine allgemein gesunde Lebensweise, viel Schlaf und eine mäßige, sportliche Betätigung.

CMV: Inkubationszeit

Von der Aufnahme in den Körper bis zu ersten möglichen, allerdings eher unwahrscheinlichen Symptomen, vergehen in der Regel 4 – 6 Wochen. Da der Virus aber auf Lebenszeit im Körper verbleibt, können die Anzeichen für eine mögliche Erkrankung in Deinem Körper nach dieser Zeit theoretisch jederzeit auftreten. Eine Immunität nach einer Erstansteckung besteht grundsätzlich nicht.

CMV: Therapie

Doch wie kann man eine eventuelle Erkrankung behandeln? Wie Dir zuvor schon erklärt wurde, hat eine Zytomegalie eher unauffällige Symptome, die grundsätzlich natürlich auch von anderen Infektionen verursacht werden könnten. Darum solltest Du bei einem Verdacht sorgfältig von einem Arzt untersucht werden.
Durch einen speziellen Erregernachweis kann Dein Arzt erst dann eine Diagnose der Zytomegalie stellen.

Um dieses tun zu können, würde der Arzt Dir Blut-, Gewebeoder Urinproben entnehmen und diese auf das Virus untersuchen. Die Diagnose kann erst dann mit Bestimmtheit gestellt werden, wenn der Virus in Deinen Körperflüssigkeiten und Gewebeproben nachgewiesen werden konnte. Außerdem ist es natürlich auch möglich, im Blut entsprechende Antikörpern gegen das CMV-Virus nachzuweisen. Ein Nachweis der Antikörper in Deinem Blut klärt aber nicht ganz die Frage, ob es sich um eine aktuelle oder eine bereits längere Zeit zuvor erworbene Zytomegalie-Infektion handelt.

Was hilft bei der Diagnose CMV

CMV bei Frauen

Wie bei den meisten gesunden erwachsenene Menschen, weisen auch Frauen keine speziellen Anzeichen der Erkrankung auf. Das ist, wie Du dir vielleicht vorstellen kannst, gerade bei schwangeren Frauen sehr heikel. Denn besonders ungeborenes Leben gehört, wie bei den meisten Krankhheiten, zu den enorm gefährdeten Risikogruppen. Es kanninnerhalb der Schwangerschaft zu schweren Komplikationen führen oder im schlimmsten Fall lebensbedrohlich für das Kind sein.

Besteht der Verdacht, dass eine infizierte schwangere Frau ihr ungeborenes Kind angesteckt hat, kann durch eine Fruchtwasseruntersuchung eine mögliche Erkrankung des Fötus festgestellt werden. Die Schwangere kann in dem Fall mit entsprechender Medikation behandelt werden.

CMV: Behandlung

Wenn Du ein Mensch mit einer guten Immunabwehr bist und keine Symptome bei Dir auftreten, ist eine Behandlung der Infektion in der Regel nicht nötig. Das schützt Dich aber nicht, wenn das Virus zu einem späteren Zeitpunkt ausbrechen sollte. Es ist dann auch möglich, Dich mit speziellen Medikamenten zu behandeln. So können Schmerzen und Symptome gelindert und ausgesetzt werden. Es gibt auch einige Medikamente, die eine Ausbreitung des Erregers im Körper stoppen sollen.

Fazit:

Die CMV-Infektion mag dir vorher vielleicht nicht besonders bekannt gewesen sein, jedoch ist diese nachweisbar durchaus viel verbreitet. Für Menschen mit guter Gesundheit stellt die Erkrankung keine große Gefahr dar. Jedoch ist gerade bei den genannten Risikogruppen, wie zum Beispiel Babys, Kleinkinder, ältere und immunschwache Menschen größte Vorsicht geboten.

Es können hier nicht nur Organschäden entstehen, es kann unbehandelt für diese Personen sogar zur Lebensgefahr werden. Es ist also immer ratsam, bei einem bestehenden Verdacht einen Arzt aufzusuchen. Nur so kann eine Infektion erkannt und behandelt werden.

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